Eine ungewisse Zeit bis zur Diagnose Rosacea
Rund ums Baby

Rosacea / Rosazea bei Kleinkindern und Babys

Es hat einige Zeit gedauert, bis ich erkannt habe, dass ausgerechnet mein Kind an der Hautkrankheit Rosacea (Rosazea), auch Kupferrose oder Kupferfinne genannt, erkrankt ist. Da sich viele Eltern nicht vorstellen können, wie das ist, wenn das eigene Kind einer chronischen Hautkrankheit wie die Rosacea leidet und deshalb ratlos von Arzt zu Arzt ziehen, möchte ich hier von meinen meinen Erlebnissen vor und nach der Diagnose Rosacea berichten.

Eine ungewisse Zeit bis zur Diagnose Rosacea

Eine ungewisse Zeit bis zur Diagnose RosaceaNach der Geburt meiner kleinen Tochter Emma war ich überglücklich. Das Kind schien gesund und strahlte mich mit rosigen Wangen an, wenn ich im Begriff war, sie zu füttern, zu baden oder einfach nur ein wenig mit ihr zu kuscheln. Über Rosacea / Rosazea bei Kindern hatte ich bis dahin schlichtweg nichts gewusst und deshalb machte ich mir auch keine Gedanken über die gerötete Haut und schon ansatzweise erkennbare erweiterte Gefäße im Gesicht meiner Kleinen.

Obwohl ich selber als Jugendliche mit starker Akne zu kämpfen hatte und mein Vater zeit seines Lebens an Couperose litt, waren Hautkrankheiten in meiner Familie nie ein großes Thema gewesen. Mit Pickeln, Rötungen, Hautspannungen, Pusteln, Mitessern und im Allgemeinen unreiner Haut – alles teilweise auch Symptome der Rosacea – hatte man sich einfach abzufinden. Schließlich würden in anderen Ländern der Welt Kinder an Unterernährung und Schlimmerem sterben.

Das wurde mir von meinen Eltern immer so eingetrichtert, also lebte ich zwischen meinem vierzehnten und einundzwanzigsten Lebensjahr einfach mit der Akne in meinem Gesicht, Dekolleté und teilweise sogar auf den Oberarmen und im Nacken, ohne mich großartig zu beschweren – geschweige denn, eine entsprechende Therapie anzustreben.

Ich beschränkte meine Behandlung auf verschiedene, frei zugängliche Akne Kosmetik und lebte ansonsten mein Leben. Doch die Rosacea meiner Tochter war und ist eine ganz andere Geschichte, die mir immer noch sehr zu Herzen geht.

Vor allem die Ungewissheit vor der Diagnose Rosacea / Rosazea war eine schlimme Zeit.

Woran erkennt man Rosacea bei Kleinkindern?

Die Symptome der Rosacea sind bei Kleinkindern ähnlich wie bei Erwachsenen. Das heißt, Wangen, Nase, Kinn und Stirn sind am häufigsten von der Gesichtsrötung betroffen.

Der Bereich rund um den Mund und die Augen ist so gut wie nie von der Rosacea befallen, wobei befallen nicht das richtige Wort für das Erscheinungsbild der Rosacea / Rosazea ist. Zudem gibt es verschiedene Stadien der Rosacea, die aber nicht zwangsläufig ineinander übergehen müssen.

Der Krankheitsverlauf kann bei jedem Betroffenen unterschiedlich verlaufen. Meine kleine Emma leidet jedenfalls – bis jetzt nur – an der leichten Form der Rosacea bei der das Hautbild durch bleibende Rötungen geprägt ist. Dass diese Rötungen in den ersten Wochen ihres Lebens so süß aussahen und sie ansonsten ein völlig gesundes Kind war, machte ich mir auch keine Gedanken um ihre Hautgesundheit, auch die Verwendung von Make-Up ist ein No Go! Erst als sie begann, sich mit ihren kleinen Händchen immer wieder im Gesicht zu kratzen, wurde ich aufmerksam. Der Kinderarzt sagte mir und meinem Mann aber damals, dass das ganz normal wäre und wir nichts zu befürchten hätten. Von Rosacea war zu diesem Zeitpunkt noch keine die Rede.

Mann muss aber vielleicht auch dazusagen, dass Rosacea bei Babys und Kleinkindern seltener vorkommt, als bei Erwachsenen mit Vorerkrankungen der Haut (beispielsweise von Akne oder Couperose).

Die verschiedenen Stadien der Rosacea / Rosazea

Stadium I: Rosacea erythematosa

Wie schon erwähnt, ist das erste Stadium durch dauerhafte Rötungen im Gesicht geprägt. Hinzu kommen Teleangiektasien (mit freiem Auge sichtbare, irreversibel erweiterte Kapillargefäße), die die Rötungen unter der Haut sichtbar machen. Häufig wird die Rosacea erythematosa viel zu spät als Krankheit erkannt. Das rote Gesicht wird oft als „typbedingt“ hingenommen.

Stadium II: Rosacea papulopustulosa

Das zweite Stadium der Rosacea ist durch das Auftreten von Papeln und Pusteln auf der Stirn, Nase, und dem Kinn gekennzeichnet. In Kombination mit der erhöhten Reizbarkeit der Haut, treten Entzündungen und weitere Teleangiektasien auf. Schwere Verläufe dieser Form der Rosacea / Rosazea sind durch erhabene und knotige und Zysten in der Dermis geprägt. Die Folgen: Die Betroffenen leiden unter brennenden, punktuell stechenden Schmerzen, Juckreiz und Spannungsgefühlen.

Als mir der behandelnde Hautarzt von der letzten und schlimmsten Erscheinungsform der Rosacea berichtete, wurde mir ganz schlecht, denn ich wünsche mir für meine Tochter ein gesundes und uneingeschränktes Leben! Es beruhigte mich nur wenig, als er meinte, diese Form würde selten und dazu extrem selten bei Kindern auftreten.

Stadium III: Rosacea glandulär-hyperplastische

Das herausragende Merkmal dieser schlimmsten Verlaufsform der Rosacea ist das Rhinophym – an der Nase (Knollennase). Ursache ist eine Vergrößerung der Talgdrüsen (Talgdrüsen- Hyperplasie) der Unterhaut. Auch am Kinn und an den Ohren können sich die Talgdrüsen zu monströsen Gebilden zusammenlagern.

Diese Form der Rosacea sieht nicht nur nicht schön aus, sie ist auch schmerzhaft. Betroffen sind aber in der Regel nur Männer ab dem 50 Lebensjahr, die sich zudem oftmals nicht sehr gut ernährt und in ihrem Leben zu viel Alkohol getrunken haben und darüber hinaus die Rosacea nicht behandeln ließen.

Mehr über „Rosacea glandulär-hyperplastische“ erfahren: https://www.enzyklopaedie-dermatologie.de/dermatologie/rosazea-glandular-hyperplastische-23416

Die Behandlung von Rosacea

Normalerweise erkranken Erwachsene von einem helleren Hauttyp (hellhäutig, rötliche oder blonde Haare, blaue Augen etc.) an der chronischen Hautkrankheit Rosacea.

Rosacea Behandlung

Umweltbedingungen, wie zum Beispiel häufiges und exzessives Sonnenbaden, generell Hitze oder Kälte, Luftverschmutzung sowie eine einseitige Ernährung, können die Krankheit ebenso beeinflussen, da hilft selten eine Anti-Aging Creme. All dies war bei meiner Kleinen nicht gegeben, dennoch erkrankte sie an Rosacea.

Doch wir mussten nach vorne schauen und die Ursachen und Symptome so gut wie möglich behandeln!

Unser Arzt empfahl uns Medikamente, wodurch sich die Blutgefäße nicht noch erweiterten. Schon beim allerersten Termin gab er uns alle wichtigen Informationen an die Hand und wir begannen mit der medikamentösen Behandlung. Bei Emma schlug diese Art der Behandlung sehr gut an und wir waren dem Arzt so dankbar für seine außerordentlich gute Empfehlung, sodass wir heute noch in Kontakt stehen.

Medizinische Kosmetik, die wirkt | CHRIS FARRELL COSMETICSLiebe Eltern, wenn euer Kind auch an Rosacea leidet – oder der Verdacht auf eine Hautkrankheit besteht – dann sucht euch einen guten Hautarzt, der eure Nöte und Ängste ernst nimmt!

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  • Sorry, aber nichts weiteres gefunden...






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